Leben und Werk 10. Juli 1895 bis 29. März 1982
Als Kind hat Carl Orff viele Ferien im Haus seiner Großeltern in Unteralting am Ammersee verbracht. 1955 ist er von München in die Landschaft seiner Kindheit zurückgekehrt. Sein Schwager hat ihm in Dießen-Sankt Georgen ein Haus aus dem Jahre 1930 umgebaut und modernisiert.
"Was mir diese meine enge und weitere Heimat gegeben hat, ist eingegangen in meine Werke und ist mit diesen über die Welt gegangen, um dort nicht zuletzt von meiner Heimat Zeugnis abzulegen."
"Wie ein alter Baum auf seinem Landsitz zusammenzubrechen, blieb ihm versagt. Aber der Ammersee hat ihn heimgeholt, die Kirche hat dem Weltkind fürstliche Heimstatt gewährt. Er ist in der Schmerzhaften Kapelle der Klosterkirche zu Andechs beigesetzt, die auf dem Mons Sacer über einem uralten Heiligtum errichtet ist. Zu Lebzeiten hatte Orff von den Fenstern seines Wohnhauses den Turm von Andechs quer über den See vor Augen gehabt. Jetzt kehrt sich die Blickrichtung um.
- Werner Thomas -

Carl Orff mit Rafael Kubelik bei Schallplattenaufnahmen von "Ödipus der Tyrann" 1967 Foto: Siegfried Lauterwasser
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Autograph von Carl Orff aus dem Schulwerk
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Das Carl-Orff-Museum wurde 1991 zum sechsundneunzigsten Geburtstag des Komponisten eröffnet. Hier wird in drei Räumen Leben und Werk von Carl Orff gezeigt.
Der Raum im Erdgeschoß schildert in großformatigen Aufnahmen und anschaulichen Texten die verschiedenen Situationen im Dasein des Künstlers, von der Kindheit über die kompositorische Entwicklung bis zu den letzten Jahren am Ammersee.
Carl Orff wird erlebbar im Bild, dem Bild seiner Person und seines Werkes; er offenbart sich in seinen Äußerungen (oder denjenigen anderer über ihn), in seiner Handschrift, seiner Musik und in seinen Bewegungen.
Die Entdeckungsreise kann aber auch durch die Art der Fortbewegung bestimmt werden. Da gibt es den Weg in die Tiefe zum Orff´schen Schulwerk, dem Fundament seines Schaffens, auf dem alles baut, hinab zu den Instrumenten, zu Klang und Rhythmus, der das Werk durchzieht.
Eva Maria Müller

| Antigonae mit Colette Lorand Bayerische Staatsoper München 1975. Foto: Anne Kirchbach |
Ein Raum des Untergeschosses beherbergt alle Instrumente des Orff´schen Schulwerks. Sie sind dort nicht nur ausgestellt sondern können auch gespielt werden.
Ein weiterer Raum des Untergeschosses, neben dem des Schulwerks, ist mit Sitzplätzen und einem Fernsehgerät ausgestattet. Dort kann sich der Besucher das Orff´sche Oeuvre in Bild oder Ton vorführen lassen.
Carmina Burana | Antigonae | Ludus de nato |
Catulli Carmina | Die Weihnachtsgeschichte | Infante mirificus |
Der Mond | Astutuli | Oedipus der Tyrann |
Die Kluge | Comoedia de Christi | Prometheus |
Die Bernauerin | Resurrectione | De temporum fine comoedia |
Diese Stücke kann der Besucher ganz oder auszugsweise, aber auch gemischt, sehen oder hören. Wer Carl Orff kennen lernen will, hat hierzu im Museum in Dießen a. Ammersee die beste Gelegenheit.
"Die Magie der Sprache ist schon Musik"
Carl Orff Museum
Hofmark 3
86911 Dießen a. Ammersee
Telefon (08807) 9 19 81
Fax (08807) 20 63 14
e-mail: info@orff-museum.de
www.orff-museum.de
Öffnungszeiten: Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr weitere Öffnungszeiten und Führungen nach telefonischer Vereinbarung (08807/9 19 81)
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